Ankertexte optimieren: Linktexte, die Menschen und Suchmaschinen verstehen

Bei „hier klicken“ bleibt das Ziel offen. „Preise für Wallbox-Installation“ sagt mehr. So entscheide ich, welche Linktexte hilfreich sind und welche nur Keywords wiederholen.

Redaktion KI SEO Service · Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Ankertexte optimieren: Linktexte, die Menschen und Suchmaschinen verstehen – Titelgrafik mit Lupe, Globus und verketteten Website-Fenstern.

Bevor ich auf einen Link klicke, möchte ich wissen, wohin er führt. Genau dabei hilft der Ankertext: Er beschreibt das Ziel für Besucher und Suchmaschinen. Ich zeige Ihnen, wie ich solche Linktexte verständlich formuliere, wo Keywords sinnvoll sind und weshalb ich dieselbe Suchphrase nicht in jeden Link hineinzwängen würde.

Typen von Ankertexten

In der Praxis gibt es mehrere Formen, die gemeinsam ein natürliches Profil ergeben. Das ist ein Muster, keine starre Quote.

  • Markenanker: Die Verwendung Ihres Firmennamens, wie „KI SEO Service“.
  • URL-Anker: Die Verwendung der reinen Webadresse wie „www.beispiel-praxis.de“.
  • Beschreibende Anker: Eine klare Bezeichnung wie „Checkliste zur Belegablage für Vereine“.
  • Allgemeine Anker: Unspezifische Begriffe wie „mehr dazu“ oder „diese Seite“.
  • Keyword-Anker: Die direkte Verwendung des Suchbegriffs, zum Beispiel „Steuerberater Münster“.

Interne Ankertexte: Hier haben Sie Kontrolle

Bei internen Links entscheiden Sie selbst. Wählen Sie einen Text, der das Ziel klar benennt, etwa „Backlinks prüfen“ statt „hier“. Das hilft auch Nutzern von Screenreadern.

Variieren Sie Formulierungen, wo es sprachlich passt. Setzen Sie nicht überall denselben Wortlaut ein, nur weil es Ihr Keyword ist. Google sieht knappe, treffende Anker als hilfreich an, nicht die bloße Wiederholung.

Gegenüberstellung · qualitativ

Hilfreicher gegenüber auffälligem Ankertext

Beschreibend
Sagt, was auf der Zielseite steht
Natürlich variiert
Marke, URL, Thema im Wechsel
Allgemein
„Hier“ sagt nichts über das Ziel
Wiederholt
Immer derselbe Suchbegriff wirkt künstlich
Qualitative Gegenüberstellung von Gestaltungsprinzipien, keine Prozentwerte.

Externe Ankertexte: Kaum steuerbar, aber beobachtbar

Bei fremden Seiten haben Sie keinen Einfluss auf den Ankertext. Bitten Sie bei Partnern höchstens um den Firmennamen. Wer stets denselben Suchbegriff erzwingt, erzeugt unnatürliche Muster.

Behalten Sie Ihr Profil im Blick. Überwiegen Marken- und beschreibende Anker, ist das normal. Ein plötzlicher Block identischer Keyword-Anker ist ein Grund zum Hinsehen.

Verständlich für alle

Ein Linktext sollte auch ohne Kontext verständlich sein. Vermeiden Sie „hier“ oder zu lange Sätze. Bei Bildern ist der Alternativtext der Anker.

Heben Sie Links optisch klar ab, etwa durch Unterstreichung statt nur Farbe. Das ist auch eine Frage der Barrierefreiheit, die rechtlich an Bedeutung gewinnt.

Umsetzung: Ankertext-Audit für Ihr Linkprofil

Ich exportiere die Ankertexte und gruppiere sie in fünf Klassen: Marke, URL, beschreibend, allgemein und Keyword. Ich zähle nicht für eine Quote, sondern um Auffälligkeiten zu finden. Dominiert ein kommerzieller Begriff in kurzer Zeit, verdient das Aufmerksamkeit. Ich frage mich, ob es eine logische Erklärung gibt, etwa eine Pressemitteilung, in der Medien den Begriff übernommen haben.

Bei internen Links habe ich die volle Kontrolle. Ich lege für meine zehn wichtigsten Seiten fest, welche Formulierungen darauf zeigen dürfen. Das sind zwei bis drei natürliche Varianten, keine starre Vorgabe. Ich teile die Liste meinem Team mit, damit Beiträge einheitlich, aber nicht mechanisch verlinken.

  • Ich bilde fünf Klassen für Ankertexte und notiere Auffälligkeiten in meiner Übersicht.
  • Ich kläre die Ursache eines Linkmusters, bevor ich handele.
  • Ich stimme interne Linkformulierungen für meine Kernseiten mit dem Team ab.

Bestehende Ankertexte überarbeiten

Ich durchsuche meine Website regelmäßig nach generischen Ankertexten wie „hier“ oder „weiterlesen“. Diese ersetze ich durch aussagekräftige Formulierungen, die das Ziel direkt benennen, etwa „Preise für Wallbox-Installation“. Das ist schnell erledigt und verbessert zugleich die Barrierefreiheit für Screenreader-Nutzer erheblich.

Gleichzeitig achte ich darauf, nicht mehrere Links auf dieselbe Seite mit identischem Text im selben Absatz zu setzen – einer genügt völlig. Bei Bildern, die als Links dienen, beschreibe ich im Alternativtext nicht nur das Bild, sondern erkläre explizit das Ziel des Links.

Häufige Fragen zu Ankertexte

Wie viel Prozent Keyword-Anker sind erlaubt?

Es gibt keine feste Quote. Ein Mix aus Marke, Beschreibung und Allgemeinem ist natürlich. Übertriebene Wiederholung kommerzieller Begriffe fällt hingegen auf.

Soll ich bei Gastbeiträgen den Ankertext vorgeben?

Besser nicht. Bitten Sie höchstens um die Nennung Ihrer Marke. Fest vorgegebene Keyword-Anker bilden Muster, die Google kritisch sieht.

Sind Bildlinks mit Alt-Text ein Ankertext?

Ja. Bei Bildern nutzen Suchmaschinen den Alternativtext als Anker. Beschreiben Sie daher das Ziel des Links, nicht das Bild selbst.

Quellen und weiterführende Hinweise

Dieser Beitrag fasst offizielle Google-Dokumentation in eigenen Worten zusammen und ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Rankings kann niemand garantieren.

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