Follow, Nofollow, Sponsored, UGC: Link-Attribute einfach erklärt

Ein Sponsoring-Link und ein Blogkommentar haben unterschiedliche Hintergründe. Für die passende Kennzeichnung schaue ich deshalb auf den Ursprung, nicht auf den gewünschten SEO-Effekt.

Redaktion KI SEO Service · Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Follow, Nofollow, Sponsored, UGC: Link-Attribute einfach erklärt – Titelgrafik mit Lupe, Globus und verketteten Website-Fenstern.

Im Backlink-Bericht steht „nofollow“ und daneben ein Link ohne Kennzeichnung. Ist der zweite automatisch besser? Nein, so würde ich die Liste nicht lesen. Die Attribute sponsored, ugc und nofollow beschreiben zunächst den Hintergrund eines Verweises. An Werbung, Kommentaren und gewöhnlichen redaktionellen Links lässt sich gut erklären, wann welches Attribut passt.

Was die drei Attribute bedeuten

Ich verwende rel="sponsored" für Links aus bezahlter Werbung oder Sponsoring. Das Attribut rel="ugc" nutze ich für nutzergenerierte Inhalte wie Forenbeiträge oder Kommentare. rel="nofollow" setze ich als allgemeine Lösung ein, wenn ich einem Link nicht ausdrücklich vertraue.

Fehlt das Attribut, betrachte ich den Link als normalen Verweis. Das bedeutet allerdings nicht, dass Google ihm immer folgt oder ihn positiv wertet; es heißt lediglich, dass Sie keine Kennzeichnung gesetzt haben.

Wann Sie welches Attribut setzen

Ich entscheide mich für ein Attribut je nach Ursprung des Links, nicht um SEO-Effekte zu erzwingen. Wenn ein Betrieb aus Düsseldorf etwa ein Sponsoring für einen Stadtlauf übernimmt und im Gegenzug einen Link erhält, markiere ich diesen als sponsored.

  • Für bezahlte Links oder Tauschgeschäfte nutze ich das Attribut sponsored.
  • Für Beiträge in Foren, Kommentaren oder Nutzerprofilen setze ich das Attribut ugc ein.
  • Links zu Quellen, für die ich nicht bürgen möchte, markiere ich als nofollow.
  • Redaktionelle Empfehlungen ohne Gegenleistung belasse ich ohne Attribut.

Gegenüberstellung · qualitativ

Welcher Link bekommt welche Kennzeichnung

Redaktionelle Empfehlung
Ohne Attribut
Bezahlt oder gegen Gegenleistung
rel="sponsored"
Nutzerbeitrag
rel="ugc"
Unsicheres Ziel
rel="nofollow"
Zuordnung nach Herkunft des Links. Qualitative Übersicht, keine Wirkungsmessung.

Hinweise, keine Garantien

Ich sehe diese Attribute als Hinweise, die Google nach eigenem Ermessen beachtet. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass nofollow-Links wirkungslos sind oder normale Links immer den Ranking-Erfolg garantieren.

Zudem sind nofollow-Links wertvoll, da sie Besucher bringen und Ihre Bekanntheit steigern können. Ich empfehle daher, den Wert eines Links nicht nur am Attribut zu messen.

Umsetzung und Kontrolle

In den meisten Kommentarsystemen und Foren setzt mein CMS das ugc-Attribut automatisch. Ich prüfe im Quelltext einer Testseite, ob das Attribut korrekt erscheint, und halte bei Werbepartnerschaften schriftlich fest, welche Kennzeichnung jeweils gilt.

Denken Sie daran, dass in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht für Werbung gegenüber Verbrauchern besteht, die nicht durch das Attribut rel="sponsored" abgedeckt ist. Klären Sie rechtliche Fragen fachkundig; eine Backlink-Analyse erkennt den Status eines Links sicher.

Umsetzung: Link-Attribute auf Ihrer Website kontrollieren

Ich rufe eine Seite mit Kommentaren, eine mit Partnern und eine mit Empfehlungen auf und prüfe die Links im Quelltext. Ich suche nach rel-Attributen: Bei Kommentaren sollte „ugc“, bei Anzeigen und Partnerlogos „sponsored“ stehen. Fehlen die Attribute, passe ich das Plugin oder die Vorlage an.

Bei Affiliate-Links ist „sponsored“ die passende Kennzeichnung. Redaktionelle Empfehlungen ohne Gegenleistung brauchen keine. Ich achte auf Mischformen: Ein bezahlter Gastbeitrag gilt als bezahlt, auch wenn er wie ein redaktioneller Artikel aussieht. Ich lege Regeln für das Team fest, damit Entscheidungen nicht vom Zufall abhängen.

  • Ich prüfe drei Seitentypen im Quelltext: Kommentare, Partner und Empfehlungen.
  • Ich kennzeichne alle Affiliate-Links mit dem Attribut „sponsored“.
  • Ich gebe eine schriftliche Regel mit Beispielen an mein Team weiter.
  • Ich kläre die rechtliche Kennzeichnung gesondert, da sie rel-Attribute nicht ersetzt.

Beispiel: Sponsoring beim Stadtlauf

Ein Sportgeschäft, das einen Lauf sponsert und auf der Veranstalterseite mit Link erscheint, bittet um eine Kennzeichnung als „sponsored“, da eine Gegenleistung erbracht wurde. Ich halte diesen Link dennoch für wertvoll, da er Läufer direkt auf die Seite leitet und so die Bekanntheit stärkt.

Hinterlässt eine Kundin einen Kommentar im Blog des Geschäfts und verlinkt ihre eigene Webseite, würde ich für diesen Link die Kennzeichnung ugc prüfen. Ob das System sie automatisch ergänzt, hängt von der verwendeten Software und ihren Einstellungen ab. Ich kontrolliere deshalb den ausgegebenen Link im HTML. Entscheidend ist der Ursprung des Links, nicht der gewünschte SEO-Effekt.

Häufige Fragen zu Nofollow

Muss ich bezahlte Links kennzeichnen?

Wenn Sie Ranking-Manipulationen vermeiden wollen, lautet meine Antwort: Ja, Google erwartet bei bezahlten Links ein sponsored- oder nofollow-Attribut, wobei die rechtliche Kennzeichnungspflicht eine separate Frage bleibt.

Ist nofollow schlecht für mich?

Nein, nofollow ist keineswegs schädlich. Ich sehe nofollow-Links als sinnvolle Ergänzung für ein Linkprofil, da eine Ansammlung aus reinem Follow-Links oft unnatürlich wirkt.

Wie sehe ich das Attribut eines Links?

Sie sehen das Attribut im Browser über die Entwickler-Tools oder im Quelltext. In meiner Backlink-Analyse lasse ich mir dieses Attribut in einer eigenen Spalte ausgeben, sofern die Datenquelle dies erlaubt.

Quellen und weiterführende Hinweise

Dieser Beitrag fasst offizielle Google-Dokumentation in eigenen Worten zusammen und ist keine Rechts- oder Steuerberatung. Rankings kann niemand garantieren.

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